Wusstest Du…?

– dass die aktuell schärfste Chili der Welt die Carolina Reaper (C.chinense) ist?

2013 löste diese Sorte mit einem Durchschnittswert von 1 569 300 SHU und einem Spitzenwert von um die 2,2 Mio SHU den vorherigen Weltrekordhalter Trinidad „Butch T“ ab.

Die Carolina Reaper, auch bekannt unter HP22B (was im Übrigen für „Higher Power, Pot #22, Plant B“ steht), wurde von Ed Currie von der PuckerButt Pepper Company in South Carolina gezüchtet.

Eine sehr schöne Zusammenfassung über diese Sorte findet ihr übrigens auf Pepperworld.com!

Advertisements

Kommt der Frühling?

Heute scheint die Sonne in voller Pracht. Grund für mich, die erste Pflanze mal am Fenster zu „parken“. Die Rocoto Marlene darf sich nun sonnen.

Aus Saison2015

In der Zwischenzeit gibt es bei den Wilden weiter Nachwuchs. Eine kleine Flexuosum ist gekeimt und die Galapagoense-Keimlinge entwickeln sich vorbildlich. Eigentlich ist diese Wildsorte ein wenig als „zickig“ bekannt, bei mir ist sie aber absolut pflegeleicht.

Aus Saison2015
Aus Saison2015

Jetzt hoffe ich nur, das bald der Frühling kommt, so langsam reicht es mit der kalte Jahreszeit.

Im Übrigen werde ich die Anbauliste 2015 diese Tage um das geplante Gemüse im Garten erweitern. Was abseits der Chilis so wächst, werde ich hier natürlich auch immer mal wieder vorstellen. 🙂

Neue Videos!

Nach meinem ersten Video diese Saison im Januar, haben mich einige im Forum und auf Youtube angesprochen, ob ich nicht ein Video zum Thema Umtopfen & Pikieren machen könnte. Klar kann ich. Und zwar nicht nur eines. Ich habe mich ran gesetzt und heute zwei kleine Videos für Euch gemacht:

Teil 1 behandelt die Theorie zum Umtopfen und Pikieren. Dort erkläre ich den Unterschied zwischen beidem und erzähle so ein wenig, auf was man dabei alles achten sollte: wann, in welche Töpfe und welche Erde.

Teil 1 gibt’s hier!

Im zweiten Teil wird es dann richtig praxisnah! Ich topfe zwei Pflanzen um und pikiere drei Keimlinge. Zwar keine Chilikeimlinge, da ich diese von vornherein einzeln ziehe, aber drei Baumtomaten, die ich dieses Jahr anbauen möchte. Dabei erkläre ich natürlich auch noch das Ein oder Andere.

Teil 2 gibt’s hier!

Ich hoffe, dass Euch die Videos gefallen. Über Kommentare, Lob, Kritik oder sonstige Anregungen freue ich mich sehr! Und wenn Ihr noch einen Themenwunsch für ein zukünftiges Video habt – lasst es mich wissen! 😉

Wusstest Du…?

– dass Chilis und Paprika zu den Nachtschattengewächsen gehören?

Sie sind damit eng mit Tomaten, Auberginen, Kartoffeln aber auch mit Tabak und der Schwarzen Tollkirsche verwandt. All diese Pflanzen haben gemeinsam, dass sie einen hohen Alkaloidgehalt haben und seit Jahrhunderten als Heil- und Rauschpflanzen eingesetzt werden. Bei Chilis ist es das Capsaicin, bei Tomaten, Auberginen und Kartoffeln das giftige Leucopin. Tabak wird heute noch wegen des Nikotins konsumiert, während die Tollkirsche (Belladonna) früher wegen des hochgiftigen Atropins genutzt wurde.

Der Begriff Nachtschatten bedeutet übrigens nicht, dass die Pflanzen nur nachts und/oder im Schatten wachsen. Viel eher leitet sich der Begriff vom altdeutschen Begriff nahtscado für Albtraum ab, was auf die Wirkung der Pflanzen hinweist.

Chili-Schokolade

Heute gibt es mal nichts von meiner Anzucht zu sehen, sondern ich möchte Euch etwas vorstellen, was ich schon eine kleine Weile hier herumliegen habe. Mitte November 2014 fand in Köln die Schokoladenmesse „Salon du Chocolat“ statt. Neben vielen wirklich exquisiten und wahnsinnig leckeren Schokoladen und anderen Süßwaren ist mir ein Stand besonders in Erinnerung geblieben. Dort hatte ich auch eine Tafel Zartbitterschokolade mit Meersalz und Chili gekauft:

Aus WordPress

Die Schokolade stammt aus der Manufaktur pralinhuset.se in Schweden. Die Besitzer, die am Stand vertreten waren, sind sehr nett und mit ganzer Leidenschaft dabei. Ich hatte die Schokolade vor Ort probiert, gekauft und dann ein wenig vergessen. Gestern habe ich sie dann nochmals „verkostet“.

Die 70%ige Zartbitterschokolade ist auf der Unterseite mit grobem Meersalz und Chiliflocken und -kernen bestreut:

Aus WordPress

Bei genauerem Hinsehen sieht man sogar die Kristalle:

Aus WordPress

Eine Ecke habe ich mal abgebrochen. Man sieht, dass der Belag tatsächlich nur oben drauf ist, der Rest ist pure Schokolade.

Aus WordPress

Und wie schmeckt sie nun?

Zuallererst merkt man eigentlich nur das Salzige, dann kommt der Zartbitterschokoladengeschmack. Die Schokolade zergeht gut im Mund und fühlt sich angenehm an. Im Abgang kommt dann eine leichte Schärfe hinzu, die allerdings auch schnell wieder verschwindet. Ich finde die Schokolade sehr harmonisch, sie ist auch für Nicht-so-scharf-Esser geeignet.

Leider gibt es die Schokolade nur innerhalb Schwedens, im Onlineshop oder im Ladengeschäft in Stockholm und günstig ist sie auch nicht. Aber einmal etwas abseits der großen Schokoladengiganten zu probieren, war es mir wert. Nun wird die restliche Schokolade Stück für Stück genossen. 🙂

Wusstest Du…?

– dass es über 2000 verschiedene Chili- und Paprikasorten gibt?

Sie alle gehören zur Gattung Capsicum. Der Großteil der Sorten fällt in die fünf domestizierten Arten annuumbaccatumchinense, frutescens und pubescens. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an wilden Sorten, die unterschiedlich eng mit den domestizierten Arten verwandt sind. Auch heute noch werden neue Arten entdeckt – hauptsächlich in Südamerika.

Chili und Paprika sind übrigens vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) zum Gemüse des Jahres 2015/2016 auserwählt worden.

Wusstest Du…?

– dass man Chilis weltweit kennt und verwendet?

Chilis sind heimisch in Süd- und Mittelamerika, Afrika und Asien und gehören dort zur traditionellen Küche (mexikanisches Chili, scharfe afrikanische Eintöpfe, indisches Curry). Durch die Entdeckung der ganzen Welt wurden Chilis weiter verbreitet, sodass sie heute weltweit verwendet werden.

Saison 2015 – es wird voller…

So langsam sind so viele Pflanzen gekeimt, dass meine provisorische Anzuchtstation mit einer kleinen Energiesparlampe nicht mehr ausreicht, um die Pflanzen ordentlich zu beleuchten. Mein Regal im Keller wollte ich aber auch nicht in Betrieb nehmen, denn dort ist die Temperatur mit 15°C zu niedrig. Nach ein wenig Umräumen habe ich unter meinem großen Eckschreibtisch ein Fleckchen gefunden.

Aus Saison2015

Dort habe ich nun 2 Leuchtstoffröhren aufgehängt und das Ganze mit etwas Schwarz-Weiß-Folie verkleidet, um das Licht besser nutzen zu können. So kann ich die Pflanzen bei 21°C Zimmertemperatur anziehen. Licht bekommen sie nun 13 Stunden am Tag.

Heute habe ich außerdem ein Komplettupdate aller Pflanzen gemacht. Das findet Ihr in meinem Thread im Chiliforum, dort sind alle Pflanzen abgelichtet. Die schönsten, bzw. wichtigsten zeige ich Euch hier natürlich auch. 😉

Die größte CGN 19198 (C.eximium) – Aus Saison2015
Meine beiden Rocoto Marlene – Aus Saison2015
Capsicum tovarii – Aus Saison2015
Ganz frisch gekeimte Capsicum galapagoense – Aus Saison2015
Eine Reihe Jalapeños – Aus Saison2015
Einmal Superhot bitte: 7Pod Bubblegum, eine einzigartige Sorte, bei der sich auch der Stiel rot färbt – Aus Saison2015