Pulverherstellung

Heute habe ich neues Lemon Drop Pulver hergestellt. Es kommt von einer gelben Chili mit säuerlichem Aroma und mittlerer Schärfe. Das Pulver ist hellgelb, sehr aromatisch und passt gut zu Fisch oder Geflügel. Vor allem ist es aber auch für Nicht-Scharfesser gut zu verwenden.

Zuerst wurden die Chilis im Dörrgerät getrocknet…

… dann in die Schlagmühle gegeben…

… und gemahlen.

Ergebnis:

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Startschuss 2016

Nur wenige Tage nach dem offiziellen Ende der Saison 2015 wird auch schon das kommende Chilijahr eingeläutet.

Dieses Mal platzbedingt etwas weniger, wieder mit Fokus auf den Wilden und einigen spezielleren Chinesesorten.

Die ersten Keimlinge gibt es schon, da ich bei Facebook im Projekt Mega Superhot mitmache. Ziel ist es, die größte, schönste und ertragreichste 7Pod Barrackpore in einem Topf von über 90L zu züchten.

7Pod Barrackpore – Aus Saison 2016

Heute habe ich dann die ersten Wildsorten zum Keimen geschickt. Es freut mich, besondere Raritäten dabei zu haben.

1 Tepin Cappuccino (C.annuum var. glabriusculum) von chileseeds.co.uk – 0/4
2 Tepin Yellow (C.annuum var. glabriusculum) von chileseeds.co.uk – 0/4
3 C.tovarii von 2 Tauschquellen – 0/3 0/3
4 C.cardenasii ertauscht – 0/6
5 CAP 500 (C.eximium) ertauscht – 0/6
6 C.flexuosum ertauscht – 0/ 0/3

2015 – vorbei

Die Saison 2015 ist seit dem Wochenende wirklich vorbei – die Pflanzen sind abgeerntet, lediglich zwei, drei Wildsorten stehen noch drinnen und ich hoffe, sie überwintern zu können.

Insgesamt war es eine sehr schwache Saison. Von etwas weniger als 50 Pflanzen habe ich 5 kg ernten können.
Das klingt erstmal viel, allerdings waren davon 1,2 kg Jalapeños und 1 kg Rocotos. Außerdem Gemüsepaprika. Vom Großteil der Pflanzen habe ich nichts, bzw. nur ganz wenige Früchte ernten können.

Immerhin habe ich von fast allen verhütetes Saatgut gewinnen können, sodass die Saison nicht ganz umsonst war.

Für die nächste Saison habe ich noch nicht wirklich einen Plan, da ich noch nicht weiß, wie viel Platz ich so zur Verfügung haben werde.

Zum Abschluss der Saison noch ein paar Bilder…

Das letzte Bild ist die C.rhomboideum, die -3°C Außentemperatur und einem Tag Schnee getrotzt hat, immer noch blüht und nun drinnen steht.

Danke an alle Mitleser während der ganzen Saison! 🙂

Rezept: Chilis kandieren

Heute gibt’s was Süßes! Kandierte Chilis!

Ja, ihr habt richtig gelesen: Chilis kann man kandieren. Und das schmeckt auch noch. Es gibt nur einen Nachteil: Es dauert so lange.
Das Grundprinzip ist dabei ganz einfach. Man legt Chilis vom gewünschten Schärfegrad eine Woche lang in ein Zucker-Wasser-Gemisch.

Aber von vorne. Ihr braucht:

  • Chilis eurer Wahl – Superhot, mittelscharf, oder Paprika, nehmt was und so viel ihr ihr mögt. Am Ende werdet ihr etwa die Hälfte vom ursprünglichen Fruchtgewicht raus bekommen.
  • einen Topf (groß genug, um all eure Chilis zu fassen und es sollte einer sein, den ihr eine Woche lang entbehren könnt)
  • etwas, womit ihr die Chilis unter der Oberfläche haltet. Ich nutze dazu ein Schüsselchen, was genau in den Topf passt und mit einem Gewicht beschwert wird
  • Wasser und Zucker. Startet im Verhältnis 1:1, die Menge soll die Chilis im Topf komplett bedecken
  • Zeit. Etwa 7-10 Tage.

Wascht die Chilis ab, entkernt sie und schneidet sie in handliche Stücke. Nicht zu groß aber auch nicht zu klein, sonst wird es später zu fummelig. Wiegt Wasser (ruhig schon warm) und Zucker im gleichen Verhältnis ab und mischt es zusammen, wenn der Zucker aufgelöst ist, gebt es zu den Chilis in den Topf. Einmal aufkochen, rühren nicht vergessen. Lasst alles abkühlen und bedeckt die Chilis so, dass sie dauerhaft unter Wasser sind. Damit ist Tag 1 fertig.

Am 2. – 6. Tag macht ihr immer das Gleiche, möglichst zur ähnlichen Zeit. Gebt etwa 5-10% der Ausgangsmenge Zucker hinzu (also wenn ihr mit 300g Zucker angefangen habt, gebt jeden Tag etwa 20-30g dazu). Jedes Mal aufkochen.
Die Zuckerlösung wird das Wasser in den Früchten ersetzen und diese somit haltbar machen. Damit die Lösung nicht verwässert, gebt ihr immer Zucker hinzu.

Am 7. Tag nehmt ihr die Chilis aus der Lösung und lasst sie einige Stunden auf einem Kuchengitter (oder irgendwas ähnliches) abtropfen.

Danach legt ihr die Stücke in den Dörrer (oder Backofen bei 50°C und einem Spalt offen) und trocknet sie für einige Stunden. Sie sollten danach nur noch wenig kleben und nicht mehr feucht sein.

Nun kommt der letzte Schritt: Bestäubt die Chilis mit Puderzucker. Nur ein bisschen, damit die Oberfläche nicht mehr klebt und euch die Stücke später nicht zu einem Riesen-Candy-Chili zusammenkleben. 😉

Fertig. Bei mir sind aus 300g frischen Früchten 170g kandierte entstanden.

Mit dem entstandenen scharfen Sirup kann man übrigens auch noch was anstellen. Bonbons machen, Kakao süßen… Überlegt euch was! 🙂

PS: Sorry, sind nur Handyfotos, aber ich denke, man erkennt alles… 😉