Kleftiko aus dem Steinofen

An Heiligabend musste es dieses Jahr etwas geben, was relativ wenig Vorbereitung erforderte. Da die Familie einen Steinofen (so einen für Pizza, Flammkuchen oder Brot) im Garten stehen hat und das Wetter frühlingshaft war, wurde ein Kleftiko gemacht. Das ist ein griechisches Lammgericht.

  • 1 Lammkeule mit Knochen (in ca. 5 cm dicke Scheiben schneiden lassen)
  • Kräuter (Oregano, Thymian, Rosmarin, Lorbeerblätter)
  • Salz, Pfeffer, Knoblauch, Olivenöl

Die fettige Haut von den Keulenstücken abschneiden und weglegen. Das Fleisch mit den übrigen Zutaten vermischen und in einen Bräter legen. Mit Alufolie oder einem Deckel abdecken, in den sehr heißen Backofen stellen und 6-8 Stunden garen lassen. Den E-Herd kann man nach etwa 15 Minuten auf rund 100°C herunterstellen.

Dazu passt Zucchini-Gemüse mit Reis, was gleichzeitig im Ofen gegart wird:

  • 3-4 Zucchini (in Scheiben)
  • 3-4 Zwiebeln (in Würfelchen)
  • 1 Dose Tomaten in Stücken
  • 1,5 Tassen Reis
  • 1 Tasse Olivenöl
  • 2,5 Tassen Wasser
  • 1 Zimtstange, Nelken, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer
  • (die abgeschnittene Haut vom Lamm)

Auflaufform einfetten, erst Zucchini, Zwiebeln und Tomaten einfüllen und mit Salz und Pfeffer würzen. Darauf den Reis geben und mit Wasser und Olivenöl auffüllen. Mit der Zimtstange, den Nelken, dem Kreuzkümmel, sowie Salz und Pfeffer würzen. Wenn vorhanden, die Haut vom Lamm oben drauf legen.
Alles abdecken und zusammen mit dem Lamm garen.

Nun haben wir das ganze ja wie in Griechenland oder auf Zypern mit Steinofen gemacht. Dieser wurde rund 2,5 Stunden richtig angeheizt, dann wurden Holzscheite und Asche herausgenommen und die Formen mit Fleisch und Reis hineingestellt. Die Ofentür wurde mit Lehm abgedichtet und das Ganze 6,5 Stunden garen lassen.


Und so sah das Endergebnis aus – eine wunderbar zarte Lammkeule mit wirklich leckerem Zucchinigemüse und Reis. Dazu gab es noch ein paar Kartoffelecken.


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Erste kleine 2016er Pflanzen

Ein paar Bilder der neuen Pflanzen möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Gestern habe ich die nächste Ladung Samen zum Keimen geschickt. Wesentlich weniger als in den letzten Jahren, aber ich werde auch einfach weniger Platz haben.

Nun sind am Start:

C. pubescens:
Rocoto Aji Largo
Yellow Rocoto
CAP 468
CAP 907

C.chinense:
Mojo Scoundrel
BBG7 Caramel
Nagabrain Chocolate F3
Scotch Brain F3
Flash-Projektsorten F4 (Violet, Orange, Lava)

Die schon etwas älteren 7Pot Barrackpore machen sich sehr gut, da werde ich sicher einen guten Wettbewerbsteilnehmer auswählen können:

Bei den Wildsorten legen die Tepins auch ordentlich los, von den Yellow (links) sind 3/4 gekeimt, bei den Cappuccino (rechts) 4/4.

Chiltepin Yellow Chiltepin Cappuccino

Besonders froh bin ich auch über die Flexuosum, die abgebildeten drei sind alle aus einer Quelle, mittlerweile sind aber auch noch zwei weitere von jemand anders gekeimt, sodass ein größerer Genpool entsteht.

Die C.flexuosum ist ja eine der wenigen Chilisorten, die zwei Pflanzen benötigt, um fertile Samen zu bilden.

Die Sortenliste werde ich demnächst auch mal wieder aktualisieren. 🙂

Frohe Weihnachten!

Am 24.12.2015 konnte ich noch eine Kleinigkeit ernten: CGN 19198 (C.eximium) haben den nicht vorhandenen Winter genutzt und sind abgereift.

Momentan ist bei mir alles sehr stressig, daher komme ich nicht zum Posten, mein großer Vorsatz für 2016 ist aber, den Blog etwas lebendiger zu gestalten. 😉

Ich wünsche Euch, den Lesern, ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest! 🙂

PI 645680 (C.rhomboideum)

PI 645680
Capsicum rhomboideum
Schärfe: keine (0)
Farbe: rot
Herkunft: Südamerika (Peru, Venezuela)
C. rhomboideum ist eine der exotischsten Chilisorten und gleichzeitig eine der umstrittensten. Früher unter C. ciliatum gelistet, wurde sie aus der Capsicum-Familie ausgegliedert und als Witheringia ciliate geführt. Erst 2001 wurde sie nach Forschungen von  Hunziker, Barboza und Bianchetti wieder in die Capsicum-Familie aufgenommen.

Besonders an dieser Art sind die rhombenförmigen, behaarten Blätter und die rädrigen, gelben Blüten, die keiner anderen Capsicumart gleichen.

Der Wuchs ist schlank und hoch, 2 m hohe Pflanzen sind auch in kleinen Töpfen schnell erreicht. Sie treibt dabei immer wieder von unten aus und bildet so gut wie keine Verästelungen. Die Triebe verholzen recht schnell. Im eigenen Anbau zeigte die Art eine gewisse Kältetoleranz.

Die bis zu 7 mm großen Früchte reifen dunkelrot ab. Der Geruch ist erdig und erinnert an Kartoffeln. Geschmacklich ist sie säuerlich, erdig und erinnert durch die vielen Samen an Johannisbeere. Die Beeren haben keine Schärfe.
6-zählige, rein gelbe Blüte und rhombenförmiges Blatt
Früchte von C.rhomboideum (5-7 mm)