Fotowettbewerb März

Hier kommt mein Bild für den Monat März.
Nicht mein bestes, aber es war kurz vor Einsendeschluss. In der Abstimmung ist es auch weit hinten gelandet… 😉

Aber der Vollständigkeit halber:

clappingmarkey-cal2016-03

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Wildchilis

* English below *

Gestern Abend habe ich ein wenig in der Wild Chili Community auf Facebook gestöbert und bin dort auf einige Bilder von sehr seltenen Wildarten gestoßen. Der Ersteller hat sie in „freier Natur“ in Brasilien fotografiert und die Bilder auf Facebook mit uns anderen Chiliheads geteilt.

Da es so gut wie keine Bilder dieser Arten gibt, habe ich den Ersteller, Luciano, gefragt, ob ich einige seiner Bilder hier für diesen Blog verwenden und auch in die Wildarten-Seite einbinden dürfte. Und er hat zugestimmt, was mich sehr, sehr glücklich macht. 🙂

Hier also die Bilder von Arten, die es nicht zu kaufen gibt, deren Bestand auf der ganzen Welt extrem klein ist und, da auch keine Samen gesammelt werden dürfen (die Behörden sind dort streng), das wohl erst einmal auch so bleiben wird.

Capsicum schottianum
Capsicum cornutum
Capsicum sp.6 Capsicum villosum
Capsicum recurvatum

Alle Rechte bleiben bei Luciano de Andrade (Link zum Facebookprofil), die Bilder werden mit seiner Zustimmung hier genutzt.

English:

Last evening I was browsing through the Wild Capsicum Community on Facebook as I saw some pretty pictures of some of the rarest capsicum species. The photographer took them in the nature of the Brazilian Atlantic Forest and shared them with us other chili enthusiasts.

Since there are only a few pictures of those species that can be found on the internet, I asked Luciano, the photographer, if I might use some of his pics on this little blog and in its wildchili section. And, he said yes, which makes me very happy right now. 🙂

Above, you can see some of the rarest chili species.
A very big Thank You goes to Luciano for giving me permission to use the pictures!

Wandern an der Ahr

Heute gibt es mal ganz untypisch einen Beitrag, der so gar nichts mit Chilis oder Garten zu tun hat. Dafür ist morgen wieder Zeit. 😉 Heute war ich in meiner Heimat im schönen Ahrtal wandern. Und auf diese Wanderung möchte ich euch ein Stück weit mitnehmen.

Startpunkt der Wanderung ist Ahrweiler, heute Stadtteil der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Stadt Ahrweiler hat bis heute eine völlig intakte mittelalterliche Stadtmauer, welche um die Altstadt führt. Zugang zur Stadt gibt es über 4 Stadttore. Die Tore und Mauer wurden im Krieg stark beschädigt, anschließend aber wieder aufgebaut.

Ahrweiler – Aus 20150419_Wandern-Ahr

Wenn man genau hinsieht, kann man den ovalen Verlauf der Mauer und im Vordergrund sogar eines der Stadttore (das Adenbachtor) erkennen. Wir befinden uns einige Meter höher in den Weinbergen. Das Ahrtal ist vor allem als Rotweinanbaugebiet sehr bekannt, die heutige Tour führt auch hauptsächlich über den Rotweinwanderweg, welcher durch einen Großteil des Tals führt. Praktisch gegenüber des Adenbachtors steht hoch oben in den Weinbergen die Winzerkapelle St. Urban.

Winzerkapelle St.Urban – Aus 20150419_Wandern-Ahr

Wir gehen weiter und gelangen wenig später an eine seltsame Konstruktion. Doch ein Hinweisschild klärt uns umgehend auf.

Brückenpfeiler der Strategischen Bahnlinie – Aus 20150419_Wandern-Ahr
Aus 20150419_Wandern-Ahr

Wir folgen dem Weg weg von der Ahr um eine Biegung im Weinberg und haben einen grandiosen Blick auf den Frühling.

Aus 20150419_Wandern-Ahr

In den Weinbergsmauern finden wir auch immer wieder kleine Mauereidechsen, welche die Sonne genießen und sich von den Wanderern nicht stören lassen.

Mauereidechse – Aus 20150419_Wandern-Ahr

Eines, wenn nicht sogar das schönste Wegeschild am ganzen Rotweinwanderweg.

Rotweinwanderweg – Aus 20150419_Wandern-Ahr

Wir gehen weiter und sehen nun die Brückenpfeiler von der anderen Seite. Heute werden die Pfeiler übrigens als Kletterpark genutzt.

Brückenpfeiler – Aus 20150419_Wandern-Ahr

In Verlängerung der Bahntrasse sehen wir das Portal des Silberbergtunnels. Dieser diente im 2.Weltkrieg als ziviler Luftschutzbunker für die Bevölkerung von Ahrweiler, welche sogar eine Zeit lang dort leben musste, wodurch eine kleine „Stadt“ im Tunnel entstand. Heute ist am Portal eine Gedenkstätte eingerichtet.

Silberbergtunnel – Aus 20150419_Wandern-Ahr
Aus 20150419_Wandern-Ahr

Der Weg führt nun wieder entlang des Tals und wir können einen grandiosen Blick über Bad Neuenahr-Ahrweiler werfen mit dem erloschenen Vulkan Landskrone im Bildmittelpunkt.

Aus 20150419_Wandern-Ahr

Nachdem wir eine Weile weiter gewandert sind, erreichen wir den Abzweig zur Gedenkstätte Regierungsbunker. In den Weinbergstunneln der Bahnstrecke war im Kalten Krieg eine Bunkeranlage eingerichtet, in der die Bonner Regierung im atomaren Ernstfall Schutz suchen sollte. Der Bunker war nie in Gebrauch und wurde in den 90ern stillgelegt. Seit einigen Jahren befindet sich dort auf den ersten 200 Metern der mehreren Kilometer langen Anlage ein Museum. Bilder habe ich davon keine, da wir diesen Abstecher heute nicht gemacht haben. Stattdessen sehen wir auf Höhe des Hotel Hohenzollern ein Schloss-ähnliches Gebäude auf der anderen Talseite. Das Kloster Calvarienberg, was heute zudem ein Gymnasium und eine Realschule mit dabei hat. Und ja, es hat ein wenig von Hogwarts. 😉

Kloster Calvarienberg – Aus 20150419_Wandern-Ahr

Wir schauen noch einmal kurz zurück und sehen ein seltsames Gebäude, umringt von Straße. Dies ist ebenfalls ein Museum: die Römervilla. Beim Bau der Umgehungsstraße (rechts) war eine römische Villa entdeckt worden. Dort hat man vieles über die Lebensweise der Römer im Rheinland entdecken können, die Villa von wohlhabenden Römern verfügte sogar über ein beheiztes Bad.

Römervilla – Aus 20150419_Wandern-Ahr

Doch genug geschaut. Wir richten unseren Blick nach vorn. Weiter durch die Weinberge. Hier sehen wir die für das Ahrtal typischen Naturschieferwände.

Schieferwand – Aus 20150419_Wandern-Ahr

Überhaupt wird der Wein im gesamten Ahrtal auf den sonnigen Steillagen aus Schiefer angebaut und zum Großteil händisch geerntet. Eine Maschine schafft die Steigungen nicht.

Steillagen – Aus 20150419_Wandern-Ahr

Wir blicken noch einmal herum, sehen das weite untere Ahrtal und nochmals das Kloster Calvarienberg mit Autobahntalbrücke der A61 und können ganz im Hintergrund sogar die andere (östliche) Rheinseite sehen.

Aus 20150419_Wandern-Ahr
Aus 20150419_Wandern-Ahr

Vor uns wird das Tal ahraufwärts nun sehr eng und steil.

Aus 20150419_Wandern-Ahr

Bald schon erreichen wir die erste Aussichtshütte an der Ahr. „Bunte Kuh“ können wir dort lesen. Damit ist aber nicht die Milkakuh gemeint, sondern eine spezielle Gesteinsformation, die hinaus über die Ahr ragt und bei einer Sprengung für den Straßenbau entstanden ist. Der ungewöhnliche Name kommt wohl daher, dass französische Soldaten den Walporzheimer Wein mit den Worten „C’est bon de gout“ lobten, wobei die Winzer allerdings „Bunte Kuh“ verstanden.

Aus 20150419_Wandern-Ahr
Bunte Kuh – Aus 20150419_Wandern-Ahr

Nun verlassen wir für einen Moment den Verlauf der Ahr und gehen den entlang durch die Weinberge. Schon bald fällt uns ein eigenartiges Gebäude auf. Das Restaurant Förster’s Weinterrassen ist im Hundertwasserstil erbaut und ein wahrer Blickfang in den Weinbergen.

Förster’s Weintrrassen – Aus 20150419_Wandern-Ahr

Zurück an den Steilhängen erblicken wir kurz vor Marienthal die Ahr.

Aus 20150419_Wandern-Ahr

Auf dem weiteren Weg sehen wir immer wieder Eidechsen.

Aus 20150419_Wandern-Ahr

Wir gehen einige Kilometer weiter, umrunden Marienthal und finden plötzlich eine Informationsstele und seltsame, wachturmartige Gebäude.

Aus 20150419_Wandern-Ahr
Regierungsbunker – Aus 20150419_Wandern-Ahr

Dies ist der alte rückseitige Eingang zum ersten Teil des Regierungsbunkers. Dieser Eingang des Kuxbergtunnels ist, genau wie der gegenüberliegende Trotzenbergtunnel, heute versiegelt. Wir folgen dem Wanderweg und schauen oberhalb von Marienthal noch auf die Klosterruine Marienthal herab, in der heute zahlreiche kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

Klosterruine Marienthal- Aus 20150419_Wandern-Ahr

Nach einigen Biegungen erreichen wir das Weindorf Dernau, Heimat der letzten beiden Deutschen Weinköniginnen von der Ahr. Hier kommen auch einige der besten Weingüter der ganzen Ahr her.

Dernau – Aus 20150419_Wandern-Ahr

Dernau stellt auch für uns den Wendepunkt dar. Entlang der Ahr machen wir uns nun auf den Rückweg.

Aus 20150419_Wandern-Ahr

Das Türmchen des Klosters Calvarienberg kündigt dann bereits Ahrweiler an.

Aus 20150419_Wandern-Ahr

Wir sehen ein weiteres Stadttor Ahrweilers, diesmal das Obertor.

Obertor Ahrweiler – Aus 20150419_Wandern-Ahr

Mit einem letzten Blick auf die Ahrweiler Kirche St. Laurentius gelangen wir nach 18 km an den Ausgangspunkt zurück.

St. Laurentius, Ahrweiler – Aus 20150419_Wandern-Ahr

Ich hoffe, diese kleine Wanderung im unteren und mittleren Ahrtal hat euch gefallen, dann werde ich euch sicher ab und an auf weitere Spaziergänge in meiner Heimat mitnehmen.